Jobkiller: Die IT-Revolution frisst ihre Kinder

Gartner befürchtet soziale Unruhen

Das auf Informationstechnik spezialisierte Beratungsunternehmen Gartner überraschte im November 2013 auf seinem Symposion in Orlando, Florida, die Branche mit einen düsteren gesellschaftspolitischen und sozialen Prognosen. Das sonst extrem wirtschaftsfreundliche Unternehmen räumt ein, was alle schon wussten. IT ist ein Jobkiller. Neu ist aber laut Gartner, dass die Branchen kaum mehr neue Jobs schafft und zudem gut ausgebildete Wissensarbeiter von Arbeitslosigkeit bedroht sind. 

Wir wollten IT als Jobkiller

Kommentar für die ZDNet aus dem Jahr 2003

Rationalisierung war immer schon das zentrale Argument für die Anschaffung eines Computers im Unternehmen. Von Anfang an galten Rechner daher als Jobkiller. Tatsächlich haben sie schon in den 60er und 70er Jahren Kohorten von Buchhaltern „freigesetzt“. Als hätte die SPD-Sozialexpertin Anke Fuchs, im symbolträchtigen Jahr 1984 die leeren Staatskassen von heute vorausgeahnt, forderte sie damals, dass Kollege Computer, wenn er den Arbeitnehmern Konkurrenz mache, künftig Sozialbeiträge zahlen müsse.



 

 

Kritische CeBIT-Beobachtungen

Auch digitale Wolken werfen Schatten

Alle Welt hat die letztjährige CeBIT bejubelt. Der Branche geht es gut und die Cloud hat sich als medienwirksames Thema ebenso bewährt wie die Tablet-Rechner. Sogar die Besucherzahlen habe sich verbessert und eine Trendwende gegen den Niedergang des Messewesens eingeleitet - heißt es. 

 


 

Green IT überstrahlt Webciety

Kann die CeBIT ihren Relaunch-Erfolg wiederholen?

Vor zwei Jahren reüssierte die CeBIT mit ihrem Relaunch als Lösungsmesse. Vor allem aber hat den Ausstellern das Motto Green IT so gut gefallen, dass sie das diesjährige Motto Webciety nur zurückhaltend aufgriffen.

 

Agenturen knabbern vom Kuchen der IT-Freiberufler

Teilmarktstudie von Lünendonk

Immer mehr Schichten von Service-Anbietern schieben sich zwischen externe IT-Spezialisten und die Anwender. Damit verdienen immer mehr Manager an Projekten, in die sie inhaltlich gar nicht involviert sind. Gleichzeitig treten die Auftraggeber auf die Kostenbremse, ein Druck den die Dienstleister weiterreichten, so dass es mit den bislang recht lukrativen Tagessätzen der freien IT-Spezialist bald vorbei sein könnte.

 


Mit Fujitsu-Siemens enden Europas IT-Träume

Hier zu Lande werden Speicher und x86-Server entwickelt


Zum ersten April geht Fujitsu Technology Solutions (FTS) als Nachfolger von Fujitsu Siemens Computers (FSC) an den Start. Der Namenswechsel dokumentiert auch einen Strategiewechsel: weg vom Computer als Produkt, hin zu Lösungen und Services für das Rechenzentrum.


CeBIT 2008: Das neue Konzept greift

Hannovers grüne IT-Woche

Ja, das neue Konzept geht auf. Auch wenn sich Messechef Ernst Raue nicht mehr an Besucherzahlen messen lassen will, ist er doch zufrieden, dass trotz der Verkürzung um einen Tag drei Prozent mehr Besucher kamen als im Vorjahr – und fast alle waren hoch zufrieden, besonders die Aussteller.

Statements zum Relaunch der CeBIT 2008

Gemischte Reaktionen auf das neue Messe-Konzept

"Die Richtung stimmt", urteilen die meisten Aussteller über das neue Konzept der CeBIT. Dennoch halten sich Neugierde und Skepsis die Waage.

Es gibt wieder Aussteiger wie Easy Software, Infor,  MySQL, NetAppliance oder Teradata. Für ihr Fernbleiben gibt es viele Gründe, die oft mehr mit US-Konzernleitungen zu tun haben als mit der Messe selbst. Dagegen kann das Engagement von Rückkehrern wie Rückkehrer wie Avaya, Opentext, SAS oder Xerox als klares Vertrauensbekenntnis zu CeBIT gewertet werden. Dazu 27 Statements von A wie Avaya bis X wie Xerox:


 


Discuss & Discover löst Systems ab

Messechef Dittrich: Klassische IT-Messen sind überholt

Die 1969 gegründete Computermesse Systems ist Geschichte. Abgelöst wird sie nächstes Jahr durch den dreitägigen IT-Event „Discuss & Discover. Beyond Bits and Bytes“ (D&D). Der Titel ist Programm: Teilnehmer, Hersteller wie Anwender, sollen dort mehr diskutieren als schauen, wobei die Messe generelle Themenwelten vorgibt.


Die Systems ist tot, es lebe der ITK-Event

Das Aus nach 39 Jahren

Systems-Chef Klaus Dittrich hat die Konsequenzen daraus gezogen, dass die Systems seit Jahren schrumpft und zur Regionalmesse zurückentwickelt. Die 1969 als Computermesse gegründete Veranstaltung hat sich konzeptionell überlebt. Sie wird nicht mehr stattfinden.

 


Automobil-Messe Systems

Erinnerung: Die Systems vor 10 Jahren

Autos sind offensichtlich attraktiver als Computer. Bei einem flüchtigen Streifzug durch die Hallen fanden sich drei Formel-1-Rennwagen (SAP, CA, Sun), zwei BMW-Roadster (Heitec, BIW), ein schneller Porsche und ein monströser US-Truck, Typ Conventional (Epson). IBMs schwarzer Thinkpad-Truck musste im Freien dem Schneegestöber trotzen.

Rennfieber: Ungeklärt ist, ob die Großleinwand am IBM-Stand geplant oder spontan umfunktioniert wurde. Auf alle Fälle übertrugen die IBM-Techniker am Vorabend der Systems-Eröffnung dort das für die Formel-1-Meisterschaft ausschlaggebende Rennen im spanischen Jerez. Der IBM-Stand erfreute sich binnen kurzen so großen Zuspruchs, so ein Augenzeuge, daß der Aufbau der Stände in Halle 5 und Umgebung, empfindlich gebremst wurde - zumindest bis Micheal Schumacher in Runde 42 (wegen eines von ihm verursachten Fouls) ausfiel.

Häkkinen: Kirschsaft, Kokosnusscreme, Grenadine und Ananassaft sind die Zutaten für den Drink, der den Namen des finnischen Rennfahrers Mikka Häkinnen trägt. Zu testen ist der Durstlöscher neben anderen alkoholfreien Getränken auf dem Stand der Computer-Associates-Tochter Cheyenne, der sich unschwer an der davor geparkten Formel-1-Rakete erkennen lässt.

Hobby-Rennfahrer: Die vom Haifisch abgeschauten BMW-Luftschlitze haben offenbar die Haitec GmbH, inspiriert, den Z3-Roadster auf den Stand zu holen. Dort wird eine Wochenend-Tour mit dem Geschoss verlost. Für Pechvögel hat das Unternehmen eine Modellrennbahn aufgebaut, wo die Hobby-Schumis sich schon jetzt austoben kînnen.

in der Systems-Ausgabe der Computerwoche Oktober 1997


Thema: Open Source

PC versus Mainframe

Der beste Server für Linux

Linux wurde ursprünglich für 386er-Intel-Prozessoren geschrieben. Längst hat sich das Open-Source-Betriebssystem jedoch auf alle erdenklichen Plattformen verbreitet – vom PDA bis zum Großrechner. Auf einer Tagung der IBM-Anwendervereinigung GSE in Bad Honnef, ging IBM-IT-Architekt Ralf Schiefelbein, der Frage nach, welcher Server sich am besten für Linux eignet.

 

Reine Linux-Services bleiben die Ausnahme

Anwender setzten auf eigenes Know-how

Dienstleistung gilt von Anfang an als das zentrale Geschäftsmodell für Open-Source-Software. Doch trotz des anhaltenden Linux-Booms und vieler Großprojekte stehen die Chancen für einen eigenständigen Service-Markt nicht besonders gut.

 

Open Source: Klettern am Softwarestack

Die Schneegrenze im Software-Markt verläuft zwischen Infrastruktur-Software und Geschäftsanwendungen. Um sie zu überwinden, müssen sich freie Programmierer auf völlig neue Umgebungen einstellen.

 

Gartner: Open Source stört das Software-Geschäft

Über die Ängste der klassischen Software-Industrie

Nur das Internet hat die Software-Industrie mehr durcheinander gewirbelt als Open-Source-Software (OSS). Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Gartner Group. Danach sind den Anbietern proprietärer Software im Jahr 2004 durch OSS 5,64 Milliarden Dollar verloren gegangen. Im Jahr 2009 soll der Verlust 47 Milliarden Dollar betragen. Trotzdem hält sich der Open-Source-Erfolg in engen Grenzen.

 

Closed Source finanziert Open Source

Kai Arnö, Geschäftsführer der MySQL GmbH

MySQL ist mit rund zehn Millionen Downloads die beliebteste Open-Source-Datenbank. Kaj Arnö, Geschäftsführer der My SQL GmbH und Vice-President für Community-Angelegenheiten bei My SQL AB erklärt, warum die Datenbank zunehmend in Unternehmen eingesetzt werden, die mit einer General Public Licence (GPL) nicht viel am Hut haben.

 

Heuschrecke oder Innovatoren

Pyramid Computer lagert Collax aus

Innovative Firmen brauchen Geld. Geldgeber jedoch geraten neuerdings leicht in den Verdacht, sich unzulässig in die Geschäfte ihrer Klienten einzumischen. Die Freiberger Pyramid Computer hatte Besuch von Wagniskapitalisten und nun ein zukunftsträchtiges Produkt weniger.

 


weitere Inhalte:


Die CeBIT 2012 dräut

2003 bis 2011

Das Motto für 2012 lautet: Managing Trust. Gemeint ist vor allem der Weg zu mehr Sicherheit und Vertrauen in wolkigen Zeiten. 
Doch was wollen uns die Veranstalter damit signalisieren, dass sie den Weltmeister der Rückwärtsläufer einladen?

CeBIT '11
-> Im Cloud-Schatten

CeBIT '10: 
-> ich war nicht da, sorry


CeBIT '09:
-> Grün zieht immer noch

CeBIT '08:
-> Das Konzept greift
-> IT: Von Öko bis Auto
-> Das neue Konzept

CeBIT '07:
-> Die Branche über die Messe
-> Fünf Gründe hinzufahren

–> Innovation oder Business-IT?
-> Strategien und Trends

CeBIT '06:
–> Branchentreff und Entertainment
-> Konvergenz als Megatrend

CeBIT '05:
–> Hightech und Lösungsszenarien
-> Unübersichtlicher Optimismus

CeBIT '04:
–> Absatz statt Innovationen
–> Trend-Interview von Meta-Group-Analyst Luis Praxmarer

CeBIT '03:
–> Sparen, Sparen, Investieren

–> Zur Schnäppchenjagd nach Hannover


Erinnerungen an die:


Ein verspäteter Nachruf:


Die Computerzeitung wurde 1970 als erste IT-Publikation Deutschlands gegründet und leider 2009 eingestellt.

Ich hatte das Privileg anno 2002 der Computerzeitung kurz als Chefredakteur zu dienen. Mit ein paar meiner Texte aus dieser Zeit möchte ich an die Computerzeitung erinnern und mich vor allem bei den damaligen Kollegen für die Zeit dort bedanken.

diese Woche: In der Krise: Business as usual


SAPs Business by Design

Amerika ist der einfachere Markt

Mittelstands-Software on Demand. Kann die neue SAP-Lösung dieses Konzept etablieren?  Die Strategie: Gestartet wurde die Offensive der Walldorfer von den technikaffinen USA aus. Auf der Systems wird das Konzept jetzt auch in München erklärt.


Die Systems-Ära

und ihr Ende

Von 1969 bis 2008  hat die ITK-Messe Systems das Hight-Tech-Image Bayerns in die Welt getragen.

Discuss&Discover
–>Hat sie eine Zukunft?
Systems '08
–>Münchens künftiger ITK-Event
–>Das endgültige Aus
Systems '07:
–> Nicht tot zu kriegen
Systems '06:
–> bleibt eine Hängepartie
–> Viel Schatten
Systems '05:
–> Provinz oder Highlight
–> So geht's nicht weiter
Systems '04:
–> Mittelstand und Medien
–> gegen Hersteller-Events
Systems '03:
–> zu sich selbst gefunden
Systems '02:
–> Silberstreifen für Mutlose
Systems '01:
–> Nüchtern aus Verzweiflung


Gegen Rasterfahndung per Internet

Alle Welt regt sich über die Schnüffelei bei der Bundesbahn, den Datenmissbrauch bei Callcentern oder die Datenbevorratung für Ermittlungsbehörden auf. Dabei betreiben Google & Co. im Web längst Rasterfahndung im großen Stil.